
Abstract:
Victor Hugo bringt in diesem Kurzroman seine Meinung zur Todesstrafe hervor. Durch die Beschreibung der Gefühlen eines auf den Tod wartenden wird diese vermenschlicht und am Ende des Buchs wird man sich der Grausamkeit der Todesstrafe bewusst – und damit beinahe gezwungenermaßen ebenfalls zu ihrem Gegner.
Zitate:
„Ach, ein Gefängnis ist eine abscheuliche Einrichtung! Es gibt dort ein Gift, das alles beschmutzt. Dort wird alles befleckt, selbst der Gesang eines fünfzehnjährigen Mädchens! Man findet dort einen Vogel, und er hat Kot auf den Flügeln; man pflückt dort eine liebliche Blume, man riecht an ihr: sie stinkt.“ (S. 55)
Das Ende: “ Ach, dieses schreckliche Volk mit seinen Hyänenschreien! – Wer weiss, ob ich ihm nicht doch noch entgehe? Ob ich nicht doch noch gerettet werde? Wenn meine Begnadigung… Es ist unmöglich, dass man mich nicht begnadigt! Wehem die Schändlichen! Ich glaube sie kommen die Treppe hinauf… Vier Uhr. Ende.“ (S. 119)

