Abstract:
Leonardo Da Vinci (1452-1519) – das bekannteste Universalgenie aller Zeiten – betätigte sich als Maler, Bildhauer, Ingenieur, Naturwissenschaftler, Architekt und Philosoph. Geboren wurde er als unehelicher Sohn in eine Notarfamilie in Vinci, einem kleinen Dorf in der Toskana. Die Umstände, dass sein Vater Leonardo sein Leben lang nicht als leiblicher Sohn anerkannte und einen seltsamen Traum indem ein Vogel den Mund des jungen Leonardo öffnete, veranlassten Sigmund Freud zu einer psychologischen Untersuchung um den Ursprung Leonardos Genie auf den Grund zu gehen. Als unehelicher Sohn musste Leonardo keine Stelle als Notar antreten, sein Vater vermittelte ihm daher eine Lehrstelle bei dem bekannten Florentiner Bildhauer Verrocchio. Leonardo lernte über 15 Jahre bei ihm die Kunst der Malerei und des Bildhauens. Dabei entstanden erste Bilder in Zusammenarbeit mit seinem Lehrmeister wie Tobias und der Engel, Madonna mit der Nelke und Taufe Christi, bei der Leonardo allmählich seinen Meister übertraf. Unter der Schirmherrschaft von Lorenzo De Medici entstand sein erstes Meisterwerk Ginevra de’ Benci. Auf dem Gemälde finden sich verschiedene Interessen Leonardos wieder: Da sind die goldigen Locken, die er mit Wasser verglich, seine Untersuchungen zu Licht, Schatten und Optik, aber auch seine geologischen und botanischen Untersuchungen.



In einem Akt politischer Diplomatie wurde Leonardo 1482 an den neuen Mailänder Schutzherr Ludovico Sforza vermittelt, an den er ein eindrückliches Empfehlungsschreiben schrieb, in dem er eben mal nebenbei erwähnt, dass sich auch seine Malerei sehen lassen kann. In der Mailänder Periode entstanden Bilder wie die Dame mit Hermelin, zwei Fassungen der Felsgrottenmadonna und Madonna Litta. Während seiner Mailänder Zeit entstand auch das letzte Abendmahl, ein Wandgemälde dass seine Studien zu Optik, Licht, Schatten und vor allem Anatomie verdeutlichte und als Meisterwerk seines gleichen sucht. Zu den – vielen – unvollendeten Kunstwerken gehörte sein spektakulärstes ebenfalls in diese Zeit: Eine tonnenschwere Reiterstatue des Francesco Sforza. Leonardo arbeitete über 7 Jahre daran, doch sein Hang zum Perfektionismus, seine unersättliche Neugier kombiniert mit seiner Tendenz, sich allen möglichen Studien zu widmen die gerade sein Interesse weckten, führten schlussendlich dazu, dass die Reiterstatue nie vollendet wurde. Die vorgesehene Bronze wurde von Ludovico Sforza schliesslich verwendet um sich gegen die einfallenden Franzosen – vergeblich – zu verteidigen.

Leonardo kehrte zurück nach Florenz und begann sich vermehrt als Ingenieur zu betätigen. Er entwickelte Kriegsmaschinen (wie riesige Armbrüste), Tauchanzüge, Flugmaschinen und studierte über den Brückenbau. Die meisten von Leonardos Erfindungen konnten erst hunderte Jahre später realisiert werden; doch sie funktionierten. 1503 begann Leonardo an dem Bild Anna Selbstdritt zu malen (bis 1519), dass Anna, deren Tochter Maria und ein Jesuskind mit einem Lamm im Arm zeigt. Zu dieser Zeit wandte sich Leonardo immer mehr von der Malerei ab und wollte sich vermehrt seinen Künsten als Ingenieur widmen. Diese Möglichkeit wurde ihm schliesslich durch Cesare Borgias, Herzog von Valentino und Sohn des Papstes, geboten. Borgia war daran mehrere Stadtstaaten Italiens skrupellos und brutal zu unterwerfen. Dabei begleiteten ihn Leonardo und ein junger Niccolo Macchiavelli auf seinen Reisen. Weitere nie vollendete Werke dieser Zeit waren ein Gemälde der Schlacht von Anghiari. Leonardo verliess Borgia 1503 und kehrte nach Florenz zurück, wo er begann an der Mona Lisa zu arbeiten.



Nachdem Leonardos Vater starb, gab es Rechtsstreitigkeiten mit seinen Halbgeschwistern. Leonardo flüchtete aus Florenz nach Mailand, und stand fortan in dem Dienst der französischen Krone. Nach mehreren Jahre in Mailand kam Leonardo in den Dienst des Vatikans nach Rom. Er wurde grosszügig bezahlt und bewohnte eine Villa mit mehreren Assistenten und war umgeben von Künstler und Wissenschaftler. Doch junge Künstler wie Michelangelo und Raffael konnten die Gunst des Papstes für sich gewinnen, allen voran weil sie – im Gegensatz zu Leonardo – nicht die Neigung hatten, Kunstwerke nicht fertigzustellen.

Nachdem der junge französische König Franz I. Mailand zurückeroberte, folgte Leonardo auf dessen Bitte nach Frankreich, mit all seinen unvollendeten Gemälden und seinem Gefolge aus Künstler, Schüler und Assistenten, wo er seine letzten Jahre verbringen sollte. Zu seinen letzten Gemälde gehörte Johannes der Täufer mit dem für Leonardo sinnbildlichen Fingerzeig. An den Gemälden Mona Lisa und Anna Selbstdritt arbeitete er bis zu seinem Tode – ohne sie jemals an ihren Auftragsgeber auszuliefern. Noch kurz vor seinem Tod war er aktiv als Projektingenieur und untersuchte die Wasserströmungen der Sintflut – sein Ende herbeikommen sehend. Leonardo Da Vinci starb am 2. Mai 1519 im Alter von 67 Jahren, vermutlich in den Armen von Franz I. Mit den Worten „Wie ein gut verbrachter Tag einen glücklichen Schlaf beschert, so beschert ein gut verbrachtes Leben einen glücklichen Tod.“ verabschiedete sich Leonardo Da Vinci aus dem Leben.
Leonardos Privatleben und was ihn auszeichnete:
Leonardo war homosexuell, stets begleitete ihn eine Entourage von jungen, gutaussehenden
Salai, Homosexualität, Neugier, Anatomie, Leichen, Empirie, Bücherwissen, Architektur, Zitate, Vitruvianische Mensch, Spiegelverkehrte Schrift
Fazit (von Leonardo lernen):

